ENERGIEAUSWEIS – BEDARFSAUSWEIS – VERBRAUCHSAUSWEIS

Unsere Modernisierungsempfehlungen können die Energiebilanz Ihres Gebäudes dauerhaft verbessern

Ähnlich wie das Energieeffizienzlabel bei Ihrem Kühlschrank informiert der Energieausweis über die energetische Qualität eines Gebäudes und zeigt auf einer Farbskala (von grün nach rot), wieviel Energie man für die Heizung und Warmwasserbereitung benötigt. Die beiliegenden Modernisierungsempfehlungen enthalten individuelle Vorschläge für Sanierungsmaßnahmen, mit denen die Energiebilanz des Gebäudes dauerhaft verbessert werden kann. Wer eine Wohnung oder ein Haus kaufen, mieten oder pachten möchte, kann mit Hilfe des Energieausweises verschiedene Immobilien miteinander vergleichen und die tendenziell anfallenden Nebenkosten abschätzen.

Bedarfs- oder Verbrauchsausweis?

Sie benötigen einen Energieausweis, sind sich aber nicht sicher ob Sie einen Bedarfsausweis oder Verbrauchsausweis brauchen? Wir Beantworten Ihnen diese Frage gerne. Beantworten Sie dazu die folgenden fünf Fragen und Sie erhalten in kürze eine Antwort

    Schritt 1
    WIRD DAS GEBÄUDE VERKAUFT, NEU VERMIETET ODER VERPACHTET?

    Schritt 2
    WELCHER GEBÄUDETYP ENTSPRICHT IHRER IMMOBILIE?
    Schritt 3
    WANN WURDE DAS GEBÄUDE ERBAUT?
    Schritt 4
    WIE VIELE WOHNUNGEN HAT DIE IMMOBILIE?
    Schritt 5
    ENTSPRICHT DAS GEBÄUDE DEM ENERGETISCHEN STAND DER WSVO 1977

    Bedarfsausweis

    Der Energiebedarfsausweis ist vom Energieverbrauch des Gebäudenutzers unabhängig. Er entsteht auf Grundlage einer bautechnischen Analyse der Substanz des Gebäudes sowie der Heizungsanlage. Grundsätzlich empfiehlt sich bei Wohngebäuden die Erstellung eines Bedarfsausweis, da er die nutzerunabhängige Bewertung des Gebäudes widerspiegelt.

    Nachrüstpflichten bei einem Immobilienkauf

    Es gibt laut EnEV §10 drei so genannte Nachrüstpflichten, die ohne weiteren Anlass durchgeführt werden müssen:

    Dämmung der obersten Geschossdecke; alternativ Dämmung der Zwischensparren

    Eigentümer von Wohngebäuden sowie von Nichtwohngebäuden, die nach ihrer Zweckbestimmung jährlich mindestens vier Monate und auf Innentemperaturen von mindestens 19 Grad Celsius beheizt werden, müssen dafür sorgen, dass zugängliche Decken beheizter Räume zum unbeheizten Dachraum (oberste Geschossdecken), die nicht die Anforderungen an den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2: 2013-02 erfüllen, nach dem 31. Dezember 2015 so gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der obersten Geschossdecke 0,24 Watt/(m²K) nicht überschreitet. Die Pflicht nach Satz 1 gilt als erfüllt, wenn anstelle der obersten Geschossdecke das darüberliegende Dach entsprechend gedämmt ist oder den Anforderungen an den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2: 2013-02 genügt. Bei Maßnahmen zur Dämmung nach den Sätzen 1 und 2 in Deckenzwischenräumen oder Sparrenzwischenräumen ist Anlage 3 Nummer 4 Satz 4 und 6 entsprechend anzuwenden.

    Ungedämmte Heizungs- und Warmwasserleitungen, die durch den Keller oder sonstige unbeheizte Räume gehen, sind zu Dämmen

    Eigentümer von Gebäuden müssen dafür sorgen, dass bei heizungstechnischen Anlagen bisher ungedämmte, zugängliche Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen sowie Armaturen, die sich nicht in beheizten Räumen befinden, nach Anlage 5 zur Begrenzung der Wärmeabgabe gedämmt sind.

    Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden, dürfen nach Ablauf von 30 Jahren nicht mehr betrieben werden. Ausgenommen davon sind Niedertemperatur- oder Brennwertkessel

    Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden und vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind, nicht mehr betreiben. Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden und vor dem 1. Januar 1985 eingebaut oder aufgestellt worden sind, ab 2015 nicht mehr betreiben. Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden und nach dem 1. Januar 1985 eingebaut oder aufgestellt worden sind, nach Ablauf von 30 Jahren nicht mehr betreiben. Die Sätze 1 bis 3 sind nicht anzuwenden, wenn die vorhandenen Heizkessel Niedertemperatur-Heizkessel oder Brennwertkessel sind, sowie auf heizungstechnische Anlagen, deren Nennleistung weniger als vier Kilowatt oder mehr als 400 Kilowatt beträgt, und auf Heizkessel nach § 13 Absatz 3 Nummer 2 bis 4.

    Bei selbst genutzten Ein- und Zweifamilienhäusern müssen diese Nachrüstverpflichtungen jedoch erst nach einem Verkauf des Gebäudes umgesetzt werden. Der neue Eigentümer hat dazu 2 Jahre Zeit. Die Umsetzung der beiden erstgenannten Pflichten (Heizkessel und Leitungen) wird nach §26b der EnEV durch den Schornsteinfeger kontrolliert.

    Nach einem Eigentümerwechsel ist der neue Eigentümer der Immobilie verpflichtet, innerhalb der ersten zwei Jahre nach Eigentumsübergabe die Maßnahmen durchzuführen.

    Verbrauchsausweis

    Der Verbrauchsausweis weist den Energieverbrauch des Gebäudenutzers der vergangenen 3 Jahre für Heizung und Warmwasserbereitung aus. Energieverbrauchsausweise können für Gebäude am 5 Wohneinheiten sowie für Wohngebäude, für die der Bauantrag nach dem 01.11.1977 gestellt worden ist, erstellt werden.

    Sie benötigen einen Energiebedarfsausweis oder Energieverbrauchsausweis?

    Sie haben eine Immobilie erworben und benötigen einen Energiebedarfsausweis? Sie haben anderweitige Fragen zum Thema Energieausweise oder möchten einen Termin mit uns vereinbaren. Kontaktieren Sie uns noch heute unverbindlich.